31. März 2017

Was ist Populismus – und wie gehen wir damit um?

Was ist Populismus? Und wie gehen wir mit manchen Stammtischparolen um? 

Populistische Strömungen gewinnen in unserer Gesellschaft einen immer breiteren Raum. Wir sind das Volk, wir sind die Guten da Unten – und da Oben sind die Eliten und Versager. Solche Sichtweisen und Denkmuster tragen immer stärker zu einem vergifteten Klima in der politischen Auseinandersetzung bei. Doch wie gehen wir mit sogenannten Populisten um?

Sind wir es gewohnt oder haben wir es gelernt, unsere Argumente kurz und verständlich vorzutragen und nicht auf Vereinfachungen und Dramatisierungen hereinzufallen? Haben wir den Mut d.h. die Zivilcourage, an den Stammtischen die Auseinandersetzung zu suchen und nicht klein bei zu geben, wenn

– an den Stammtischen gegen Ausländer und Flüchtlinge gehetzt wird,
– Asylbewerber mit Wirtschaftsflüchtlinge gleichgesetzt werden,
– nur noch von Politikversagern die Rede ist, die sich vom Volk entfernt haben, …

In diesem Vortrag werden wir uns mit solchen Fragestellungen befassen. Je nach Wunsch werden auch interaktive Elemente eingebaut, um in Rollenspielen sich auf die Begegnung mit Populisten angemessen vorzubereiten. Wir lernen es, seine Meinung auch vor einem größeren Publikum vorzutragen, wir lernen es deutlich zu widersprechen und Argumente zu entlarven. Wir werden bei diesem Format nicht nur hören, sondern auch reden und tun …

Der ev. Theologe Martin Niemöller (1892 – 1984) schrieb so zutreffend:

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

 

28. März 2017

Unechte Teilortswahl – wohin geht die Reise?

Im Jahr 2017 führen wir wiederum Bestellseminare vor Ort durch, die wir gezielt auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Auf ein Thema möchten wir an dieser Stelle besonders hinweisen:

Informationsveranstaltung über die unechte Teilortswahl: Pro und Contra – und wie geht’s weiter?

Die unechte Teilortswahl ist eine Besonderheit in Baden-Württemberg. Aus den alten Eingliederungsvereinbarungen wurde oft in den Hauptsatzungen den einzelnen Teilorten eine bestimmte Sitzzahl im Gemeinderat garantiert. Das führt bis heute zu diskussionswürdigen Ergebnissen, weil Bewerberinnen und Bewerber mit hohen Stimmenzahlen im Kernort keine Sitz im Gremium erhalten und Bewerberinnen und Bewerber aus den Teilorten mit einer weitaus geringen Stimmenzahl „ihren Sitz schon fest“ haben.

Vor der Kommunalwahl 2019 bietet es sich beispielsweise an, über dieses Thema zu sprechen. Ungültige Stimmen könnten vermieden werden, das Wahlrecht würde einfacher werden und jede Stimme hätte dasselbe Gewicht, sagen die Befürworter der Abschaffung der unechten Teilortswahl. Damit die kleineren Teilorte auch Gehör und Stimme finden und ihre Meinung bei kommunalpolitischen Diskussionen im Gemeinderat nicht überhört wird, braucht man garantierte Sitze für die Teilorte. So sei es ja auch in den Eingliederungsverträgen fest geschrieben, urteilen die Befürworter der Beibehaltung.

Deshalb informieren wir in diesem Format nicht nur über das WAS (was ist die unechte Teilortswahl, Vorteile und Nachteile), sondern wir zeigen auch Wege auf, WIE dieses Instrument sinnvoll abgeschafft oder beibehalten werden kann. Eine Abschaffung der unechten Teilortswahl bietet sich u. E. nicht ohne feste Verankerung einer Mitsprache der Teilorte in der Hauptsatzung und einer Stärkung der Ortschaftsverfassung an (Anhörungsrecht, Rederecht, Vermittelungsausschuss, ggf. Budgetrecht der Teilorte). Auch das Thema, ob über diese Frage ein Bürgerentscheid stattfinden soll oder sogar muss, sprechen wir an. Eine ausführliche Information über die Vor- und Nachteile rundet unsere Informationsveranstaltung ab.

Haben Sie Interesse – sprechen Sie uns an. Unsere Geschäftsstelle in Stuttgart nimmt Ihren Anruf gerne entgegen 0711 – 640 97 25.

10. März 2017

Kinder- und Jugendbeteiligung: Das dreifach magische Dreieck der Kinder- und Jugendbeteiligung!

Jugendbeteiligung – wo hapert’s? Das war das Thema des zweiten Vortragsblocks, das die Organisatioren Bildungsleiter Friedhelm Werner gestellt hatten. Anhand von einem dreifach „magischen Dreick“ zeigte er bewusst zugespitzt auf, woran es aus seiner persönlichen Sicht „hapert“ und wie die Ursachen miteinander verbunden sind. Kennt man die Stolpersteine, kann man daraus in umgekehrter Weise Erfolgsfaktoren für gelingende Kinder- und Jugendbeteiligung herausarbeiten. Lesen Sie hier seinen zusammengefassten Impulsvortrag:

Das erste Dreieck: Politik – Bürgerschaft – Verwaltung  

 
 
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