24. Mai 2017

Immer mehr Städte und Gemeinden schaffen die unechte Teilortswahl ab …

Jetzt scheint die Zeit sehr günstig, über ein Wahlverfahren nachzudenken, das immer wieder als „aufwändig“, „kompliziert“ und Verursacher von vielen ungültigen Stimmen angesehen wird. So geschieht dies auch derzeit in vielen Städten und Gemeinden – und mit Erfolg, wie folgende kleine Übersicht zeigt:

  • Jahr 1975: 717 Gemeinden wenden die unechte Teilortswahl an.
  • Jahr 1989: 680 Gemeinden wenden die unechte Teilortswahl an.
  • Jahr 2004: 537 Gemeinden wenden die unechte Teilortswahl an.
  • Jahr 2009: 483 Gemeinden wenden die unechte Teilortswahl an.
  • Jahr 2014: 438 Gemeinden wenden die unechte Teilortswahl an. Das sind mittlerweile 39,8%.

Gemeinden, die die unechte Teilortswahl nicht anwenden: 663 von insgesamt 1.101 Kommunen im Land.Ganz aktuell hat die Große Kreisstadt Mosbach die unechte Teilortswahl abgeschafft. Auch die Stadt Bad Liebenzell im Landkreis Calw hat im April 2017  die Hauptsatzung neu gefasst – ohne die unechte Teilortswahl. Wir empfehlen Ihnen auch den Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung vom 17.05.2017: Gemeinderat hebt die unechte Teilortswahl auf – Mosbach – Rhein Neckar Zeitung  Weitere Informationen siehe hier: UeTOW_Mosbach .

Welche Folgen hat die Abschaffung der unechten Teilortswahl:  

27. April 2017

Mobilität und Parken in den Städten: Gut besuchtes Mobilitätsforum in Leinfelden-Echterdingen

Am Donnerstag, 27.04.2017 fand im kleinen Saal der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen ein Mobilitätsforum der Freien Wähler Leinfelden-Echterdingen und dem Bildungswerk für Kommunalpolitik Baden-Württemberg e. V. statt. Gilbert Schick, 1. Vorsitzender der Freien Wähler Leinfelden-Echterdingen hatte den Abend perfekt organisiert. Informative Flyer, Plakate, ein E-Mobil im Eingangsbereich der Halle – und das Wichtigste: Zwei kompetente Fachfrauen, die das Thema Mobilität und Parken aus unterschiedlicher Sicht beleuchteten.

Nach der Begrüßung stellte Erste Bürgermeisterin Eva Noller die Mobilitätsstrategie der Stadt Leinfelden-Echterdingen vor. Die Stadt Leinfelden-Echterdingen hat sich ja auf den Weg gemacht, eine integrierte und nachhaltige Mobilitätsstrategie unter Mitwirkung der gesamten Bürgerschaft zu erarbeiten. Frau Noller zeigte dabei den aufwändigen Weg von der Analyse bis zu einzelnen ganz konkreten Umsetzungsmaßnahmen auf. Es sei nicht einfach, die vielen Ein- und Auspendler dazu zu motivieren, ihr Auto wirklich stehen zu lassen und auf den ÖPNV umzusteigen. Dennoch seien die Ziele attraktiv und könnten erreicht werden; wie z.B.

  1. Die öffentlichen Verkehrsmittel als attraktive Alternative weiter auszubauen.
  2. Den Fahrradverkehr in Leinfelden-Echterdingen als Alternative zum Auto weiter auszubauen.
  3. Für einen besseren Verkehrsfluss zu sorgen und den Autoverkehr zu reduzieren.
  4. Den Fußgängerverkehr weiter zu fördern und eine fußgängerfreundliche Stadt zu bauen.
  5. Die Mobilität in der Region mit ihren Querverbindungen fest im Blick halten.

Karin Mayer, Verkehrsplanerin aus Tübingen, stellte beim Forum ein gezieltes Parkraum-Management vor. Das gesamte Stadtgebiet wird in Parkraumzonen eingeteilt, die unterschiedliche Gebührenstrukturen haben. Ein Tagesticket kostet durchaus mal zwischen 6  bis 8 Euro. Dennoch sei das Ergebnis ein guter Ansatz, um die Parkdauer zu reduzieren. Parkhäuser werden besser nachgefragt, weil es dort günstiger ist, als an den Straßenrändern. Außerdem wird er lästige Parksuchverkehr erheblich reduziert. Folgende ganz konkrete Maßnahmen  

26. April 2017

Veranstaltungsprogramm 2017 liegt als Druckfassung und PDF-Datei vor!

Das neue Veranstaltungsprogramm 2017 liegt nun als Druckfassung vor und kann bei unserer Geschäftsstelle angefordert werden. Interessierte, die nicht so lange warten möchten, können sich hier die PDF-Fassung herunterladen:  Programm_Bildungswerk_2017

Das Programm 2017 enthält wiederum viele Klassiker, die gerne nachgefragt werden. Neu aufgenommen wurden in das Programm Besuche im Landtag oder ein Bürgermeisterkandidatenseminar – für Interessierte, die nicht aus der Verwaltung kommen. Bislang ist das Amt des Bürgermeisters ja eine Domäne des gehobenen Verwaltungsdienstes. Da es aber immer weniger Bewerberinnen und Bewerber aus diesem Bereich gibt, wird das kommunalpolitische Spitzenamt auch von Interessierten aus der Forstwirtschaft, dem Polizeidienst oder anderen Bereichen angestrebt.

Den Bereich die „Kunst der Sprache“ oder „Faszination Rhetorik“ haben wir im neuen Programm ebenfalls ausgebaut.

Spitzenreiter im gesamten Jahreslauf ist allerdings das zweitägige kommunalpolitische Seminar im Waldhotel in Unterreichenbach. Die letzten Jahre konnten wir immer mit rund 40 Personen ein „ausgebucht“ vermelden. Referenten werden in diesem Jahr Benjamin Lachat, Dezernent beim Städtetag Baden-Württemberg, Vizepräsident und Bürgermeister Artur Ostermaier aus Steißlingen und – immer ein Höhepunkt bei unseren Veranstaltungen – Frau Verwaltungsdirektorin Irmtraud Bock vom Gemeindetag Baden-Württemberg sein. Deshalb empfiehlt sich hier eine rasche Anmeldung.

Und wie immer gilt: Falls ein Thema nicht bei unseren „Bestellseminaren“ aufgeführt ist, fragen Sie in unserer Geschäftsstelle nach.

 
 
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